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first!54 - der Newsletter der first frame networkers ag

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AKTUELL Mit BCM gut

AKTUELL Mit BCM gut gerüstet für eine Strommangellage first! – Nummer 54 – April 2023 – Der nächste Winter kommt bestimmt – und mit ihm möglicherweise eine Strommangellage. Darauf sollte sich nun jedes Unternehmen vorbereiten. Die frühzeitige Planung mit Business Continuity Management (BCM) hilft, potenziell gravierende Schäden zu verhindern. Von Lukas Studer In den Medien wurde im letzten Herbst viel über eine mögliche Strommangellage in der Schweiz berichtet. Im Sommer kann der Strombedarf problemlos mit der eigenen Produktion gedeckt und sogar Energie exportiert werden. Im Winter ist die Schweiz allerdings auf Importe angewiesen. Die Lage kann aufgrund von verschiedenen Faktoren kritisch werden, auch wenn für dieses Jahr erste Stimmen Entwarnung geben. Die Gefahren bleiben bestehen und es kommen schlimmstenfalls neue hinzu. Jedenfalls steigt die Wahrscheinlichkeit einer Strommangellage in den nächsten Wintern. Kritisch für viele Unternehmen Für viele Organisationen, insbesondere für uns als Informatikfirma, aber auch für viele Kunden, ist das Schadensausmass bei einer Strommangellage sehr gross. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird derzeit noch als gering eingeschätzt – ideale Bedingungen, um drohenden Schäden mittels Business Continuity Management (BCM) zu begegnen. Die first frame networkers haben sich entsprechend vorbereitet. In drei Teilprojekten haben wir Szenarien durchgespielt, Vorkehrungen getroffen und, soweit dies bei einem Service Provider im Livebetrieb möglich ist, die vorgesehenen Vorgehensweisen geprüft. Die Szenarien haben wir dem Gefährdungsdossier Strommangellage des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (BABS) entnommen. Worst-Case-Szenario als Basis Das Szenario «Extrem», bei welchem Netzabschaltungen während 16 Wochen vorgesehen sind, bereitete uns dabei am meisten Kopfzerbrechen. Zwar sind unsere Rechenzentren seitens Betreiber gut vor plötzlichen Stromausfällen geschützt. Ob die Versorgung bei einer behördlich befohlenen regionalen Netzabschaltung gewährleistet ist, kann derzeit allerdings niemand mit Sicherheit sagen. Daher haben wir dieses Szenario als Worst Case zur Basis unserer weiteren Abklärungen gemacht. Notfallkonzepte liegen bereit Anhand unseres BCM-Prozesses konnten wir gezielt Notfallkonzepte erarbeiten. Diese sehen vor, unseren Betrieb auch bei regionalen Netzabschaltungen möglichst über einen langen Zeitraum zumindest teilweise aufrechtzuerhalten und unsere Cloud Services so lange wie möglich bereitzustellen. Im schlimmsten Fall sehen wir tägliche Ein- und Ausschaltroutinen vor, um wenigstens zu den, den jeweiligen Rechenzentren zugewiesenen, regionalen Betriebszeiten Leistungen gewährleisten zu können. Natürlich bräuchten wir für diese Art des Notbetriebs zusätzliche Kräfte, die unser Datacenter Operations Team unterstützen. Auch kundenseitige Vorbereitung notwendig Daher ist es wichtig, dass sich auch unsere Kunden entsprechend vorbereiten: Abhängigkeiten der Systeme untereinander müssen vorgängig in einem Notfallplan dokumentiert werden. Aus- und Einschaltpläne sind so zu verfassen, dass auch Personen ohne IT-Kenntnis und -Erfahrung diese ausführen können, da ein Remotezugriff oder eine Reise zum Standort des Kunden im Notfall allenfalls nicht zu bewerkstelligen ist. Zusätzlich muss sichergestellt sein, dass die Pläne bei plötzlichen Ereignissen als Offlinekopie verfügbar sind. Egal ob aufgrund der Strommangellage oder einer anderen Gefahr, empfehlen wir unseren Kunden, sich mittels Notfallplanung vorzubereiten und sind dabei gerne behilflich. firstframe.net 8

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